Malerei als Prozess und Atmosphäre

Malerei als Prozess und Atmosphäre
Felix Büchels Bilder ruhen in sich und sind doch in Bewegung. Zunächst intuitiv, schnell und spontan an der Leinwand entstehend, dann zunehmend bearbeitet, dokumentieren sie den Verlauf eines Malprozesses, der das Geheimnis des Entstehenden auch nach Fertigstellung des Bildes nicht preisgibt und der die Frage, wann ein Bild vollendet ist, für den Betrachter offenlässt.

Es werden oft mehrere Bilder in einem Zyklus gefertigt, was darauf zurückzuführen ist, dass bei der Lasurmalerei Wartezeiten entstehen. Wenn sich ein Bild im Trocknungsprozess befindet, malt der Künstler an einem anderen Bild weiter. Wichtig für den Künstler ist, dass das Bild mitarbeiten soll, sich bis zu einem gewissen Grad sozusagen selbst malt, indem die aufgetragene Farbe durch die Gesetze der Physik herabfließt, sich ihren individuellen Weg auf der Leinwand sucht, unterschiedlich schnell antrocknet und vermischt.

Bilder von ausgesprochener Farbigkeit mit kräftigen, energischen Pinselstrichen gehören ebenso zu den malerischen Abstraktionen wie die, in helleren, blasseren Farben gemalten Streifenbilder, von denen einige wie aquarelliert wirken. Die Bewegung im Bild entsteht durch das Zusammenspiel der in Lasurtechnik immer wieder auf- und abgetragenen Farbschichten, die das Bild schwebend und leicht erscheinen lassen, ohne erkennbar zu machen, was sich genau im Vordergrund oder im Hintergrund befindet.